Samstag, 14. März 2009

Das Wetter wird besser

Das Wetter wird konstant besser. Die Temperatur steigt und der Regen... zieht zumindest nichtmehr durch bis auf die Knochen. Was auch bedeutet das ich mich langsam daran mache die Grundversion meines Praktikumberichts zu schreiben, bevor ich die Wochenenden damit verbringe mir das Land anzugucken und dieser Bericht dann bis zwei Wochen vor dem Ende liegenbleibt. Natürlich werden sich jetzt einige Menschen, die mich länger kennen, denken: "was ist nur mit diesem unorganisierten jungen Mann passiert den wir kannten?"
Das frag ich mich auch. Aber zu meiner Verteidigung: der Bericht muss fertig sein wenn ich wieder daheim bin, zumindest der inhaltliche Teil, das steht irgendwo in den Formalien meines Studiengangs. Formsachen dürfen bis kurz nach dem neuen Semester liegen bleiben.

Abgesehen von diesen Berichtsproblemen habe ich noch Bewerbungsvorbereitungen zu treffen. Und auch diesmal hat sich gezeigt das ISTAB (mein Studiengang) überall vertreten ist. Auch in der Arbeitsgruppe in Bremen, in der ich gerne Juli-August arbeiten würde ist eine Alumni von uns. Mit der werde ich mal ganz vorsichtig Kontakt aufnehmen.

Auf der Arbeit bin ich nur am Pflanzen umsetzen, Pflanzennahrung mischen, nen Protokoll zur Einfärbung erstellen (übersetztung: ich lese ganz viele wissenschaftliche Artikel und klaue was ich denke was in meinem Fall klappen könnte und im Laufe der nächsten Woche probier ich das alles aus und schmeiss das was ich nicht gebrauchen kann wieder raus) und in der letzten Woche war es da auch schon so ziemlich. Klingt unspannend, ist es aber gar nicht.

Ich wünsche noch ein schönes Wochenende...

Sonntag, 8. März 2009

Lebenszeichen

In den letzten drei Wochen hat sich einiges in meinem Leben getan. Zum einen ist mein Rechner gerade nicht mehr funktionstüchtig und ich muss mich mit einem älteren Laptop meiner Mutter rumschlagen. Nicht das ich undankbar sein möchte, aber man merkt halt schon den Unterschied zwischen diesem Windows-PC und meinem MacBook. Aber ich denke im Sommer werde ich mein MacBook reparieren können.

Das Leben hier in Irland hat eine eigene Routine angenommen. Montags bis Freitags arbeiten und am Wochenende ein- oder zweimal ausgehen. Lange Zeit in der Küche sein und Kochen und gucken, welche Mitbewohner gerade da sind und vielleicht nen Bier mit ihnen trinken. Wobei meine beiden Franzosen heute umziehen. Was auch bedeutet das meine Fahrerin auszieht. Netterweise nur auf die andere Seite der Strasse.

Ich war letztes Wochenende in Deutschland und habe einen Rucksack voller Bücher mit hierher gebracht. All die Bücher die man mit mal geschenkt hat und welche ich bisher noch nicht lesen konnte. Die riesige Menge an Freizeit will ja irgenwie gefüllt werden. Wobei ich dieses Wochenende mein Laborbuch mit rausgeschmuggelt habe um mal in aller Ruhe ein Inhaltsverzeichnis anzulegen. Das werde ich wohl auch gleich die nächsten zwei Stunden machen.

Ein Viertel meiner Zeit hier ist gerade um. Ich habe vom Land selber noch nicht so viel gesehen, aber spätestens in vierzehn Tagen wird sich das ändern. Ich plane ein langes Wochenende zusammen mit meiner Freundin in Dublin und Umgebung.

Und als letztes nochmal kurz zurück zu meiner Arbeit:
Es klappt alles total gut. Wir (also ich und mein Supervisor) setzten uns anfangs der Woche zusammen und er sagt mir was ich im Laufe der Woche so machen soll und ab dem Zeitpunkt arbeite ich dann schön alleine vor mich hin, bis eine Frage auftaucht und dann suche ich mir jemanden mit der Antwort. Macht auf alle Fälle total Spass sich in Protokolle einzuarbeiten und rauszufinden wie ich drei Dinge gleichzeitig machen kann um die Wartezeiten zwischendrin mit nützlichen Dingen zu füllen. Und richtig spannend wird es wenn man sich verzettelt. Rauszufinden welcher der Schritte im Protokoll um einige Minuten ausgedehnt werden kann ohne etwas kaputt zu machen und das am Besten mittendrin... sowas bringt das Blut dann kurz in Wallung.

Mal schauen was die nächste Woche so bringt...

Freitag, 20. Februar 2009

Beobachtungen

Heute war es hier unheimlich schön, gutes Wetter, keine Wolken, man konnte im T-Shirt draußen stehen...

Die Beobachtungen der letzten Tage:

man kann mit einem Käsehobel Gurken schälen. Aber keine Kartoffeln.
Mit einem Filetmesser kann man beides schälen.

0.01 Gramm von irgendwas abzuwiegen wird ab dem 20 mal in Folge echt langweilig.

Ob es in der Hirachie höher gestellte Menschen gibt die von Studenten als "Research Monkeys" denken?

Eintopf kochen ist ziemlich einfach.

Tja, das wohlverdiente Wochenende beginnt nun mit Eintopf essen und dann werde ich schön bowlen gehen mit einigen Leuten von der Arbeit und meiner Mitbewohnerin. Wird bestimmt spassig.

Euch ein schönes Wochenende...

Dienstag, 17. Februar 2009

Nothing special

Hi,

hier in Irland gibt es nicht so besonders viel zu berichten.
Die Zahl der erlernten Methoden steigt, das Verhältnis zu den Mitbewohnern und den Arbeitskollegen wird besser und ich plane wie ich es hinbekomme das ich nicht nur Carlow sehe während ich hier bin. Man wird sehen...

Ich wünsch euch eine schöne Woche

Dienstag, 10. Februar 2009

Mahlzeit und Wohnung

Hallo ihr Lieben,

hier nur kurz das Ergebnis was man rausbekommt wenn man Pilze anbrät und grüne Paprika dazu gibt (und Gewürze), dazu Reis und Soße. (ist nur erwähnenswert weil manche Leute der Meinung sind das ich grüne Paprika und Pilze hasse wie die Pest, was ich auch mal gemacht habe, aber mit Gewürzen angebraten gehts echt gut (Wobei, wenn ein Tropfen nach dem Würzen am Rand der Flasche, auf der Tabasco steht, hängen bleibt, ruhig ablecken, das Gefühl läßt nach)).


Und mein Wohnzimmer...



... und meine Küche...




... und der Essbereich...


... und die eine Hälfte meiner 13 Quadratmeter...





Samstag, 7. Februar 2009

die erste Woche ist um...

Die erste Woche hier ist um. Und es war ziemlich gut.

Um noch kurz was zu Carlow selbst zu sagen:

Ist irgendwie komisch hier. Also eigentlich ne Kleinstadt wie man sie so überall auf der Welt finden könnte. Dank der riesigen Shoppingmalls hat sich das Stastzentrum verschoben, der architektonisch schöne Teil (Courthouse etc.) ist umgeben von leerstehenden Läden, es gibt verschiedene Touristensachen (Carlow Heritage Trail), wobei das hier nicht umbedingt das Hauptgeschäft zu sein scheint, Parkanlagen mit kiffenden Jugendlichen, tiefergelegte Autos und Prolls, also nichts besonderes, halt nur mit irischer Architektur. Aber das sind nur die ersten Eindrücke von in der Woche. Mal gucken was das Wochenende so bringt. Ich werd mri nachher mal nen Pub angucken (Rugbymatch France-Ireland mit Mitarbeitern und meinen Mitbewohnern) und vielleicht heute Abend auch einen Nachtclub. Mal schauen ob ich jemanden finde der mit kommt.

Aber mal zu dem wichtigen Dingen des Lebens... öhm Arbeitsaufenthalts in Irland.
Das Institut ist total gut. Nette Gebäude, Nette Menschen und die Abläufe klappen bisher auch alle sehr gut. Ich hab also ohne Probleme alles bekommen was ich so brauche, also Computeraccount, Laborkittel, Zugangskarte (die ich nicht mit aus dem Haus nehmen darf, da ein anderer Intern soeine mal verloren hat, falls der Intern das liest: danke schön) etc.

Die Arbeit geht von 9 bis 17 uhr, wobei darin 2 Stunden Pause eingeplant sind. Leider kann ich auch nicht länger arbeiten, einfach aus versicherungstechnischen Gründen, was aber nur bedeutet das ich um diesen Umstand drumrum planen muss. Ja, irgendwann werde ich nicht mehr bei der Hand genommen und muss hier tatsächlich selbstständig und alleine arbeiten. In der vergangenen Woche habe ich verschiedene Methoden erlernt und mir wurde halt noch ein bischen über die Schulter geguckt. Ich denke das wird auch noch ein bischen so bleiben, da noch einige Methoden auf mich zukommen, wird aber mit der Zeit immer weniger werden. Mein Supervisor Tony (25 Jahre jung, sieht aus wie mein Student) ist ziemlich gut, weiß also wovon er redet und hat auch einen Plan was ich so machen soll während ich hier bin und wie er mich da langsam ranführt. Also alles sehr befriedigend im Moment.

Oh, nur falls jemanden die Methoden interessieren: DNA-Extraktion, PCR, Gelelektrophorese, Gewebekulturen erstellen, für den Anfang nicht schlecht.

Zu dem Projekt selbst kann ich ehrlich gesagt nichts sagen. Nicht weil ich nicht weiß was ich heir machen werde, sondern eher weil hier ziemlich häufig sowas gesagt wird wie: "aber das ist top secret" und ich mir nciht siche rbin ob die das ernst meinen. Jedes Mal wenn sowas gesagt wird, wird noch ein dummer Witz hinterher geschoben. Also entweder ist das ganze ein Insiderwitz, oder von oben verordnet und nicht so ganz ernst genommen. Ich werd einfach mal fragen.

Ich arbeite in einem Labor mit Tony und zwei irischen Mädels, ansonsten sind noch einige Studenten (Bachelor, Master und hauptsächlich PhD) da, vertreten sind Italiener (3 oder 4), Franzosen (4-5), Iren (8-10) und noch ein paar die ich bisher nicht zuordnen kann. Oh, 3 deutsche nicht zu vergessen (Ich, Tony und eine mehr).

Netterweise fährt meine Mitbewohnerin (Karreen, aus Frankreich) jeden Morgen auch zum Institut udn nimmt mich mit. Dabei verzichtet sie sogar auf Benzingeld, was ich total gut finde, dabei muss ich mir aber noch was überlegen um mal nett danke zu sagen....

So, ich mach mal Chillie :)

Samstag, 31. Januar 2009

... und angekommen

... so nach 6 Wochen Heimaturlaub bin ich auch schon wieder in der Fremde angekommen.
Diesmal Irland. Wieder Winter, wieder Regnen und wieder überflutete Strassen. Verfolgt mich irgendwie.

Aber die Umstände hier sind echt gut. Ich habe ein schönes Zimmer, drei (vier) nette Mitbewohner und ziemlich nette Vermieter. Die kommen alle paar Wochen mal rum und kassieren die Miete, bleiben ansonsten aber weg. Außer man ruft sie an und will irgendwas, dann sind sie fix da und machen das. Klingt ziemlich gut was Olivia da so erzählt. Olivia ist aus Kenia und studiert hier am IT-College, macht aber auch einige ihrer Forschungsarbeit am Institut für "Crop Research". Was genau das bedeutet werde ich noch in Ruhe rausfinden. Später, wenn sie nicht mehr krank ist und ich mich nicht mehr anstecken kann.
Die beiden anderen Mitbewohner sind aus Frankreich, sie macht auch ein Praktikum in dem Institut (und hat ein Auto, mal gucken ob man da nicht zusammen fahren kann) und er ist ein arbeitsloser Weinbauer (wobei ich das auch missverstanden haben kann, es gibt da ne gewisse Sprachbarriere). Den vierten Mitbewohner lerne ich kennen wenn er aus Vietnam wieder da ist. Wobei es aufgrund einer 500 Euro Telefonrechnung die er hinterlassen hat vielleicht auch heißen muss: "falls er aus Vietnam wieder kommt".

Das Institut selbst an dem ich dann ab Montag arbeite heißt Oak Park Research Centre. Aber dazu im Laufe der Zeit mehr.

Zu Carlow ist zu sagen: 30000 Quadratmeter Einkaufsfläche und drei "Buchläden" die nur die Bestsellerlisten enthalten. Irgendwie arm. Aber die Stadt selbst ist schön, zumindest das was ich, abgesehen von den vier riesigen Einkauszentren, welche alle in zwei Minuten Fussmarsch voneinander erreichbar sind, gesehen habe.


Ab sofort gibt es hier wieder in unregelmäßigen Abständen was zu lesen. Der Link http://dominikinneuseeland.blogspot.com bleibt erhalten, macht ja keinen Sinn das umzuändern.

Meine Adresse lautet:

64 Old Burrin
Carlow
Co. Carlow
Ireland

Ich bin über mein Handy heir zu erreichen, aber wer mir Roaminggebühren ersparen will ruft einfach hier an:

+353599140827

muss allerdings damit rechnen das meine Mitbewohner rangehen.


So, ich geh mir mal was zu essen machen...